Carl Orffs beliebte „Carmina Burana“ von 1936 mit Johannes Brahms‘ Anfang der 1880er-Jahre entstandenen Akademischen Festouvertüre zu kombinieren, bedarf einer Erklärung, denn manches scheint die Werke zu trennen. Hält man beide nebeneinander, sind die Parallelen allerdings augenfällig! Beide Werke nutzen die geschickte musikalische Verdichtung, etwa in den Chorpassagen, und zielen aufs triumphale Finale – das erste auf „O Fortuna“, das zweite auf das Studentenlied „Gaudeamus igitur“. Beide verwenden bestehendes musikalisches Material. Doch ein wesentlicher Zusammenhang verspricht im Konzert, eine starke Wirkung zu entfalten: Beide Werke beschwören die Gemeinschaft eines Festakts, das Kollektiv im Chorgesang. Ein ungewöhnliches Konzert, ein vielversprechender Abend!