Was wäre die klassische Musik ohne das Violoncello? Nicht so strahlend wie die Geige, nicht so tief schwingend wie der Bass – dafür aber sonor, schmeichelnd und sehr gesanglich: So grundiert es seit jeher alles zwischen zarter Kammermusik und moderner Großsymphonie. Um passende Literatur zu finden und dieses Konzert zu einer Delikatesse werden zu lassen, haben Fedor Grigoriev und Vladislav Kozin tief in der Raritätenkiste gegraben. Die gefundenen Duo-Schätze stammen allesamt von Cellomeistern: Jean-Baptiste Barrière schuf in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts zeitlose Cellowerke, die das Cello von der Gambe emanzipierten. Der Böhme David Popper war gefeierter Solist um 1900. Und Leonid Gorokhov lehrt seit 2008 an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover.