Nanu, Gershwin und Prokofjew in einem Konzert? Doch so abwegig ist diese Kombination gar nicht: Die Werke sowohl des in New York geborenen Komponisten russischer Herkunft als auch des nicht minder berühmten „Peter und der Wolf“-Erfinders teilen eine starke rhythmische Energie und beziehen sich auf Tschaikowsky. Dessen bekanntes erstes Klavierkonzert diente Gershwin 1925 als Anker, um sich in der unbekannten Gattung zurechtzufinden – hier spielt nicht nur Pianist Frank Dupree die Solostimme, sondern, in einer gänzlich neuen Interpretation, sein gesamtes Trio! Und die fünfte Symphonie Prokofjews, mit der Chefdirigent Nicholas Milton das Konzert beschließt, fußt unverkennbar auf der russischen Symphonietradition, zu der Tschaikowsky den wohl wesentlichsten Teil beigetragen hat.