„Wenn ich an das Akkordeon denke, denke ich an meine Kindheit“, sagt die 1993 in Amsterdam geborene Komponistin Mathilde Wantenaar. „Ich sehe mich als kleines Mädchen, das stundenlang zu der Musik meines Vaters tanzt.“ Wie zauberhaft, dass diese Erinnerung in ihrem Akkordeonkonzert lebendig wird – und dass Vincent van Amsterdam in dieser deutschen Erstaufführung als Solist mitwirkt! Dirigentin Katharina Müllner kombiniert dieses Werk mit der Ouvertüre zu Haydns Oper „Armida“ sowie mit „heliosis“ (Sonnenstich) der Wiener Komponistin Hannah Eisendle, die mit Wantenaar das Geburtsjahr teilt und hier von einem „Sommerstück“ spricht: „Schmutzig, hitzig, klebrig angestaubt.“ Den Schluss markiert Robert Schumanns Symphonie in einem Satz, seine Vierte, ein Meisterwerk der Romantik.