Nach Osteuropa im Symphoniekonzert 5 wenden wir uns dem Nordwesten zu. Mendelssohns Dritte fängt die neblige Stimmung ein, die er als 20-Jähriger auf seiner ersten Reise in Schottland erlebte. Daniel Geiss, unter anderem Generalmusikdirektor der Philharmonie Neubrandenburg und des Landestheaters Neustrelitz, startet das Konzert mit einer Ouvertüre von Ethel Smyth, einer britischen Komponistin und frühen Kämpferin für Frauenrechte. Und im Zentrum steht Benjamin Brittens Mitte des 20. Jahrhunderts entstandenes einziges Violinkonzert, eines der bekanntesten Werke aus England, das lange nicht mehr in Göttingen zu hören war und in dem Ellinor D’Melon den Solopart übernimmt. Diese junge Geigerin stammt von einer anderen großen Insel im Westen: aus Kuba.