Dass übertriebene Ehrfurcht lähmen kann, zeigt die Schüchternheit des jungen Johannes Brahms vor dem Werk Ludwig van Beethovens. Umso herrlicher, wie er sich – im Süden – befreite! Brahms beendete die Arbeit an dem gewichtigem, rund 50 Minuten langem zweiten Klavierkonzert 1881 kurz nach der Rückkehr von seiner zweiten Italienreise, eine Fülle von Themeneinfällen inklusive. Als Solist ist der ECHO-Klassik-Preisträger Alexander Krichel, wie Brahms ein gebürtiger Hamburger, zu erleben. Die britische Dirigentin Josephine Korda, Cheffe-en-residence an der Opéra de Paris, lässt auf dieses große Werk Beethovens Siebte folgen, eine Symphonie, die vor Jubel nur so strotzt und seit Richard Wagner, einem weiteren Beethoven-Bewunderer, als „Apotheose des Tanzes“ gilt.