Antonín Dvořák hatte schon mit großem Erfolg zahlreiche Symphonien zu Papier gebracht, als er die „neue Welt“ eroberte. Es dauerte jedoch eine gewisse Zeit, bis er den hohen Erwartungen nachkam und während seines Aufenthalts in den USA seine Neunte komponierte. Aber dann galt sie sogar als eine Art Gründungsdokument der amerikanischen Musik – welches bezeichnenderweise ein Europäer schrieb. Mit dem Mexikaner Arturo Márquez startet die Sonntagsmatinee 5 mit einem zeitgenössischen Komponisten aus dem Teil der „neuen Welt“, der vor 500 Jahren von Europäern gewaltsam kolonisiert wurde. Und der Argentinier Astor Piazzolla schuf gar einen neuen Tango in der neuen Welt: den Tango Nuevo – wohl eher zum Zuhören als zum Tanzen, ähnlich wie Chopins Walzer …