Eine Serenade – so wie sie von zahlreichen Komponisten und Malern im 18. und 19. Jahrhundert verstanden wurde – ist ein kleines, feines Konzert am Abend unter freiem Himmel. Auch Ludwig van Beethoven trug seinen Teil zu dieser zarten Gattung bei und schrieb sein auf Mozart verweisendes Opus 25 für die ungewöhnliche Besetzung mit Flöte, Violine und Viola. Auf Beethoven wiederum bezieht sich Max Reger mit einem seiner letzten Werke, der Serenade in G-Dur: „Oh, es ist zum Konservativwerden. Ich glaube, behaupten zu dürfen, dass der Weg, den ich gehe, eher zu einem Ziel führt als all die neuen Wege.“ Und zwischen Reger und Beethoven nehmen sich zwei der drei Orchestermitglieder die Drei Madrigale von Bohuslav Martinů vor, in denen Violine und Viola nahezu die Klangfülle eines ganzen Quartetts erschaffen.