Das Werk, mit dem Chefdirigent Nicholas Milton die Reihe der Symphoniekonzerte eröffnet, ist mehr als eine Festfanfare zum Saisonstart: Der australische Komponist Peter Sculthorpe versah seine intensiv strahlende Zweite Sonnenmusik 1968 mit dem Unter titel „Ketjak“ und nimmt damit schlagwerküppigen Bezug auf einen balinesischen Kreistanz für Männer. Als Ausgleich zu dieser faszinierenden Kraftmeierei folgt das Violinkonzert des Finnen Jean Sibelius, ein wunderbar spätromantisches Werk, hier mit der preisgekrönten schwedischen Geigerin Ava Bahari. Und nach der Pause, passend zum Ende des warmen Halbjahres, die „Sommersymphonie“ aus der Feder von Johannes Brahms: Diese Zweite ist eine Feier des österreichischen Sommers, der Leichtigkeit – und der sanft wärmenden Sonne.