Zu Beginn des 20. Jahrhunderts erlebte die Musikwelt eine dieser leisen und doch gewaltigen Neuerungen, die erst im Nachhinein als Triumph zu fassen sind: Manche meinen ja, erst Leonard Bernstein habe spürbar werden lassen, welch neuen Sound Jean Sibelius insbesondere mit seiner populären zweiten Symphonie geschaffen habe. Zuvor spielt die französisch-schweizerische Cellistin Nadège Rochat die letzte der sieben Kompositionen, die während Dvořáks USA-Aufenthalt entstanden: Während in vorigen Werken die Anspielungen auf amerikanische Volkslieder zahlreich waren, ist hier seine Heimat Böhmen wieder viel präsenter. Dvořáks anderes Cellokonzert ist – in einer Version für Kontrabass – im Symphoniekonzert 3 zu hören und seine Symphonie „Aus der neuen Welt“ in der Sonntagsmatinee 5.