Unser Ticketbüro bleibt vom 20.06. bis einschließlich 27.07. geschlossen.
Tickets sind weiterhin über unseren Ticketshop erhältlich.
Chefdirigent und Künstlerischer Leiter

Dr. Nicholas Milton

Dr. Nicholas Milton AM ist Künstlerischer Leiter und Chefdirigent des Göttinger Symphonieorchesters. Für seine herausragenden Interpretationen eines breitgefächerten Opern- und Konzertrepertoires geschätzt, gehört er zu den international erfolgreichsten australischen Dirigenten. Seit März 2026 ist Milton zudem Universitätsprofessor für Orchesterdirigieren an der Gustav Mahler Privatuniversität für Musik in Österreich.

Seit 2018 prägt Nicholas Milton als Künstlerischer Leiter und Chefdirigent die künstlerische Entwicklung des Göttinger Symphonieorchesters. Unter seiner Leitung hat sich das Orchester als eines der vielseitigsten und künstlerisch profiliertesten Konzertorchester Deutschlands etabliert und genießt für seine programmatische Vielfalt und Flexibilität weitreichende Anerkennung. Diese besonders tiefe Verbundenheit zwischen Nicholas Milton, dem Orchester und dem Publikum zeigt sich in historisch hohen Abonnementzahlen und regelmäßig ausverkauften Konzerten und unterstreicht die enge Bindung des Publikums an das Ensemble.

Von 2021 bis 2025 war Nicholas Milton Chefdirigent des Stadttheaters Klagenfurt und des Kärntner Symphonieorchesters. Während seiner Amtszeit leitete er die von der Kritik gefeierte Neuproduktion von Richard Wagners „Der Ring des Nibelungen“, die 2025 für den Österreichischen Musiktheaterpreis in der Kategorie „Beste musikalische Leitung“ nominiert wurde. Im Rahmen seines Abschiedskonzerts wurde ihm als Würdigung seines herausragenden Engagements für Musik und Kultur das Große Ehrenzeichen des Landes Kärnten verliehen.

Zuvor war er Generalmusikdirektor am Saarländischen Staatstheater in Saarbrücken und gastierte regelmäßig an renommierten Häusern wie der Deutschen Oper Berlin, der Komischen Oper Berlin, der Volksoper Wien sowie den Opernhäusern in Dortmund, Leipzig, Linz, Innsbruck und Sydney. In den vergangenen Spielzeiten dirigierte er Werke wie „Tannhäuser“, „Der fliegende Holländer“, „Salome“, „Peter Grimes“, „Kátja Kabanová“, „Tosca“, „La Bohème“, „Madama Butterfly“, „La fanciulla del West“, „Falstaff“, „Un ballo in maschera“, „Rigoletto“, „La Traviata“, „Hänsel und Gretel“ und „Carmen“. Zu seinen jüngsten Engagements zählen Produktionen an der Deutschen Oper Berlin („Tosca“, „Così fan tutte“, „Die Entführung aus dem Serail“, „Don Giovanni“) sowie an der Opera Australia („La Bohème“, „Madama Butterfly“, „Tosca“). 2026 kehrte er dorthin zurück, um die Neuproduktion von Puccinis „Turandot“ am Sydney Opera House zu dirigieren.

Als Konzertdirigent gastierte Milton bei zahlreichen Spitzenorchestern in Europa und Asien, darunter das London Philharmonic Orchestra, das Konzerthausorchester Berlin, das NDR Elbphilharmonie Orchester, die NDR Radiophilharmonie, das SWR Symphonieorchester, die Deutsche Radio Philharmonie Saarbrücken Kaiserslautern, die Stuttgarter und Dortmunder Philharmoniker, das Staatsorchester Wiesbaden, die Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz, das Bruckner Orchester Linz, das Orchestra della Svizzera Italiana, die Sinfonia Varsovia, das Nagoya Philharmonic Orchestra und das China National Symphony Orchestra.

Er war Konzertmeister und Associate Conductor beim Adelaide Symphony Orchestra, Violinist des renommierten Macquarie Trio sowie Chefdirigent und langjähriger Künstlerischer Leiter des Canberra Symphony Orchestra (2007–2020). Darüber hinaus war er Chefdirigent des Innviertler Symphonieorchesters (Österreich), des Dubrovnik Symphony Orchestra sowie Erster Gastdirigent der Norddeutschen Philharmonie Rostock und von 2004 bis 2010 Generalmusikdirektor der Jenaer Philharmonie. Neben seiner Tätigkeit in Göttingen ist Milton Chefdirigent und Künstlerischer Leiter des Willoughby Symphony Orchestra in Sydney, Australien, wo seine langjährige Zusammenarbeit seit 1990 als eine der erfolgreichsten und nachhaltigsten Dirigentenpartnerschaften Australiens gilt.

Milton, französisch-ungarischer Herkunft, studierte am Sydney Conservatorium of Music, an der Michigan State University, am Mannes College of Music und an der Juilliard School of Music und schloss dort mit vier Masterabschlüssen in Violine, Dirigieren, Musiktheorie und Philosophie ab. Zudem promovierte er an der City University New York im Fach Musik. Prägende künstlerische Impulse erhielt er von Otto-Werner Mueller an der Juilliard School und von Jorma Panula an der Sibelius-Akademie Helsinki. 1999 wurde er von „Symphony Australia“ zum Dirigenten des Jahres gekürt und war Preisträger des internationalen Lovro-von-Matacic-Dirigierwettbewerbs. 2001 erhielt er die Australische Jahrhundertmedaille für sein gesellschaftliches Engagement und seine Verdienste um die Musik. 2013 begleitete er als Assistent von Mariss Jansons das Koninklijk Concertgebouworkest Amsterdam auf einer Europa- und USA-Tournee. Die Michigan State University zeichnete ihn 2014/15 mit dem „College of Music Distinguished Alumni Award“ aus. 2015 gehörte er auf Einladung des australischen Premierministers der „Australia-Germany Advisory Group“ an. 2016 wurde er in den Order of Australia (AM) aufgenommen.

Nicholas Miltons Diskografie umfasst rund 60 Aufnahmen. Eine Einspielung mit Klavierkonzerten von Grieg und Moszkowski mit dem Pianisten Joseph Moog wurde für einen GRAMMY® in der Kategorie „Best Classical Instrumental Solo“ nominiert. Aktuelle und bevorstehende Veröffentlichungen mit dem Konzerthausorchester Berlin und der Deutschen Radio Philharmonie Saarbrücken Kaiserslautern erscheinen bei Onyx Classics und cpo. Zuletzt erschienen eine CD mit Werken von Antonín Dvořák und Avner Dorman. Außerdem veröffentlichte er ein dreiteiliges Album mit sämtlichen Symphonien von Johannes Brahms mit dem Göttinger Symphonieorchester, das bei den International Classical Music Awards 2022 als eine der besten Aufnahmen des Jahres ausgezeichnet wurde.